Siemens S7-400 Lebenszyklus: welche CPUs sind EOL und was ist der Migrationspfad?
Aktuellen Status immer über Siemens Product Lifecycle Management (PLM) prüfen
Der Lebenszyklusstatus einzelner S7-400-CPU-Varianten unterscheidet sich und wird von Siemens aktualisiert. Die nachstehende Tabelle gibt die allgemeine Richtung an. Konsultieren Sie den Siemens Industry Mall oder die Produktseite für genaue Daten je Artikelnummer.
Die Siemens SIMATIC S7-400 ist seit über 30 Jahren das Arbeitspferd der Schwerindustrie, Chemie, Wasseraufbereitung und Kraftwerke. Anders als die S7-300 geht die S7-400 nicht auf einmal in EOL. Der Phase-out ist partiell und je CPU-Familie. Die kompakten 412- und 414-Serien sind bereits aus dem Vertrieb; die 416- und 417-Serien folgen. H-redundante und F-Versionen (Failsafe) bleiben vorerst verfügbar, aber Siemens leitet Kunden aktiv zur S7-1500H und S7-1500F. GCG begleitet S7-400-Migrationen einschließlich der komplexeren redundanten und sicherheitstechnischen CPU-Projekte.
S7-400 CPU-Lebenszyklus-Übersicht
Indikativ. Siemens Industry Mall für genaue Daten je Artikelnummer konsultieren.
| CPU | Anwendung | Status | Hinweis |
|---|---|---|---|
| CPU 412-1 / 412-2 | Kompakte Aufgaben, niedrigerer Durchsatz | EOL | Verkauf eingestellt |
| CPU 414-2 / 414-3 | Mittelgroße Anlagen | EOL | Verkauf eingestellt |
| CPU 416-2 / 416-3 | Große Programme, hohe I/O-Dichte | Phase-out | Siemens PLM konsultieren |
| CPU 417-4 | Maximale Performance, DCS-Kopplung | Active | Lifecycle angekündigt |
| CPU 412H / 417H (redundant) | Hohe Verfügbarkeit | Active | Langzeitprodukt |
| CPU 416F / 417F (failsafe) | Sicherheitsanlagen (SIL 2/3) | Active | Siemens empfiehlt S7-1500F |
S7-400 vs S7-300: Migrationsunterschiede
Größere Programme und Speicher
S7-400-CPUs haben deutlich mehr Arbeitsspeicher (bis zu 16 MB) als S7-300. Große Programme mit komplexer Prozesssteuerung, DCS-Kopplung und umfangreicher Diagnostik benötigen eine S7-1500-CPU mit ausreichend Speicher. Eine 1:1 CPU-Auswahl ist nicht automatisch korrekt.
UR-Rack vs S7-1500 Profilschiene
S7-400 verwendet UR1/UR2/UR2-H-Racks mit Backplane-Bus. S7-1500 verwendet eine eigene TM (Terminal Module) Profilschiene. Das mechanische Layout des Schaltschranks ändert sich erheblich. GCG entwirft ein neues Schaltschrankdesign als Teil der Migration.
H-Redundanz (S7-400H → S7-1500H)
Redundante S7-400H-Systeme benötigen einen spezifischen Migrationspfad zur S7-1500H. Die Synchronisationsverbindung (Glasfaser oder Kupferbus) ändert sich. Umschalt-Tests und Warmswitch-Verifikation sind obligatorischer Bestandteil von FAT/SAT. GCG hat Erfahrung mit H-Systemmigrationen in der Prozessindustrie.
F-Systeme (SIL 2/3): TÜV-Prozess erforderlich
S7-400F/FH-Sicherheitsfunktionen sind für SIL 2 oder SIL 3 zertifiziert. Die Migration auf S7-1500F erfordert eine Neuvalidierung der Safety Instrumented Functions (SIF), eine aktualisierte PHA/LOPA und TÜV-Abnahme. Dies ist ein separater Prozess mit eigenem Zeitplan neben der Standard-PLC-Migration.
Migrationspfad: S7-400 → S7-1500
Der Migrationspfad von S7-400 zu S7-1500 verläuft über das TIA Portal Migration Tool (STEP 7 → TIA Portal) und ähnelt dem S7-300-Pfad, aber die höhere Komplexität von S7-400-Installationen (großer Speicher, Redundanz, F-Funktionen) erfordert einen sorgfältigeren Engineering-Prozess.
PLC
S7-400 (412 / 414 / 416 / 417)
S7-1500 (1511 / 1515 / 1517)
Redundant
S7-400H
S7-1500H
Failsafe
S7-400F / S7-400FH
S7-1500F / S7-1500TF
Engineering
STEP 7 V5.x (Classic)
TIA Portal V18