EOL: 1. Okt. 2025SPS-Migration

S7-300 / ET 200M PM410: Migrationswege zur S7-1500

Siemens hat am 1. Oktober 2025 die Produktion der S7-300 und ET 200M eingestellt (PM410). Entdecken Sie die drei Migrationswege und welcher Ansatz zu Ihrer Anlage passt.

Die Fakten
1 okt. 2025
Produktionsstopp (PM410)
~2033
Ersatzteile verfügbar
S7-1500
Empfohlener Nachfolger
TIA Portal
Siemens-Migrations-Tool
Migrationswege

Drei Migrationswege für S7-300 / ET 200M

Die richtige Wahl hängt von Ihrer bestehenden Anlage, internem Wissen und strategischer Plattformwahl ab. Wir helfen Ihnen, die Entscheidung zu begründen.

01

S7-300 → S7-1500 (TIA Portal)

Empfohlen

Der primäre Migrationsweg. Siemens bietet Migrations-Tools in TIA Portal, die einen Großteil des STEP-7-Codes automatisch konvertieren. Hardware-Zuordnung: S7-300-Racks → S7-1500-Racks, ET 200M-Module → ET 200SP.

02

S7-300 → B&R Automation Studio

Herstellerunabhängige Option, wenn das Werk bereits B&R-Systeme hat oder Markenunabhängigkeit anstrebt. Anderes Code-Paradigma: IEC 61131-3 in Automation Studio vs. STEP 7. HMI: mapp View vs. WinCC.

03

S7-300 → Beckhoff TwinCAT / Rockwell ControlLogix

Situationsspezifische Alternative. Beckhoff für CNC-orientierte oder PC-basierte Steuerungsarchitektur. Rockwell ControlLogix, wenn der Kunde bereits ein Rockwell-Ökosystem im Werk hat.

Entscheidungskriterien

Was bestimmt den richtigen Migrationsweg?

Bestehendes Plattform-Ökosystem
Welche SPS/HMI-Marke hat das Werk bereits? Das Mischen von Marken erhöht den Wartungsaufwand.
Code-Komplexität und kundenspezifische Funktionsbausteine
Komplexe kundenspezifische FBs mit STEP-7-spezifischen Systemfunktionen portieren nicht automatisch. Inventur vor Projektstart.
Sicherheitsfunktionen (F-CPU)
S7-300 F-CPU erfordert separaten Safety-Code, der nicht automatisch in das S7-1500 F-System konvertiert. Zusätzliche FAT-Zeit einplanen.
Kommunikationsprotokolle
Profibus → Profinet-Umstellung erfordert neue Verkabelung. Oft teurer als der SPS-Austausch selbst, in die Kostenschätzung einbeziehen.
Vorgehensweise

Wie wir ein S7-300-Migrationsprojekt durchführen

Schritt 1

Verdrahtungsaudit + E/A-Mapping

Inventarisierung der bestehenden Verdrahtung, E/A-Karten, Profibus-Teilnehmer und kundenspezifischer Funktionsbausteine. Bestimmung des Migrationswegs und Kostenschätzung.

Schritt 2

Code-Port + funktionale Überprüfung

Migration von STEP 7 zu TIA Portal (oder Zielplattform), einschließlich manueller Anpassung von kundenspezifischem Code, Sicherheitsfunktionen und Kommunikationsbausteinen.

Schritt 3

FAT am Simulator + SAT mit Cutover

Factory Acceptance Test an simuliertem E/A außerhalb der Produktionszeiten. Site Acceptance Test vor Ort mit planbarem Produktionsstopp für den Cutover.

Häufig gestellte Fragen zur S7-300-Migration

S7-300-Migrationsprojekt planen?

Wir beginnen mit einem Verdrahtungsaudit und einer Code-Inventur und geben Ihnen eine zuverlässige Zeit- und Kostenschätzung.